Selbst Hauptstraßen eingeschneit – Stillstand vielerorts – Polizei: Bleiben Sie möglichst zu Hause

Die anhaltenden Schneefälle in der Nacht zu Montag (8. 2.) und weiter in den Morgenstunden haben im beginnenden Berufsverkehr und weit in den Tag hinein vielerorts für die entsprechenden Verkehrsverhältnisse gesorgt. 

„Schnee, Eis, Glätte und immer mehr Stillstand auf den Straßen“ – so meldeten es die Polizeibehörden in der gesamten Region. 

Im Kreis Unna waren bereits am Sonntagabend viele Seitenstraßen kaum noch befahrbar, und auch auf den Hauptstraßen kamen die Räumdienste den Wetterbedingungen nicht mehr hinterher, da sich unter der Schneedecke bereits an vielen Stellen Eis gebildet hatte. 

Die Stadt Unna erklärte heute erneut, dass die Stadtbetriebe mit allen personellen Kapazitäten die zugeschneiten Straßen nach Prioritäten räumt (z. B. vorrangig Straßen mit Steigungen und scharfen Kurven und Einfahrten zu Krankenhäusern etc), dass Streufahrzeuge aber wenig bis nichts ausrichten können, weil der anhaltend scharfe Nordostwind Wind das Salz direkt wegweht. 

Würde das Salz liegen bleiben und den Schnee tauen, bildete sich bei diesen Temperaturen ohnehin direkt wieder eine gefrierende Eismasse auf den Fahrbahnen.

Die Kreispolizei Unna meldete am Morgen: 

„+++ ACHTUNG +++ Wir verzeichnen jetzt im Berufsverkehr viele festgefahrene Fahrzeuge in unserem gesamten Zuständigkeitsbereich. Wenn Sie mit dem Wagen zur Arbeit müssen, planen Sie mehr Zeit ein. Fahren Sie sehr vorsichtig. Und halten Sie genug Abstand zum Vordermann.“

Die Dortmunder Polizei informierte um 14.25 Uhr:

„Glatteis, Schnee und Minusgrade führen weiterhin dazu, dass der Verkehr in der ganzen Region und auch auf den Autobahnen zum Stillstand kommt. 25 Gefahrenstellen auf den Autobahnen sind seit heute früh um 6 Uhr bekannt geworden. 12 Mal krachte es auf den Autobahnen, auch Autos oder Lkw fuhren sich fest. In diesem Zusammenhang weist die Dortmunder Polizei auch nochmals auf das Lkw-Fahrverbot auf den Autobahnen in ihrem Zuständigkeitsbereich hin: Dieses gilt bis auf Weiteres für Lkw ab 7,5 Tonnen und aufwärts. „Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf den Straßen geht derzeit vor. Etwaige Verstöße werden konsequent geahndet, die Ordnungswidrigkeiten werden in der kommenden Zeit per Post überstellt (mindestens 60 Euro Bußgeld sowie ein Punkt).“

Fotos unserer Leserinnen und Leser vom 8. Februar –

Methler, Katrin Ressonek

Die A44 am Montagvormittag. / Foto Nicole Oeste

In Fröndenberg war der Räumungsdienst gestern bis abends stadtweit unterwegs, kam dem unablässigen Schneefall aber ebenfalls kaum hinterher: In der Steilkurve an der Hassleistraße Richtung Mühlenberg kroch der Verkehr heute Morgen teilweise im Rückwärtsgang bergab.

Auf Bürgersteigen sah man z. B. an der Nordstraße das Mini-Räummobil, das dort auch Taumittel streute.

Mini-Räumfahrzeug räumt Gehwege in Fröndenberg 

Verkehrschaos meldet die Polizei im Kreis Soest:

„Durch Schneeverwehungen sind viele Straßen unpassierbar. Autos und Lastwagen fahren sich fest. Die Räumdienste machen was sie können. Sie kommen jedoch teilweise durch Staus auf den Landstraße nicht voran. Wer sein Auto nicht unbedingt nutzen muss, sollte es auch nicht tun. Besonders betroffen sind die Gemeinden Welver, Bad Sassendorf, Lippetal, Ense, Werl und Wickede. Bisher kam es zum Glück noch zu keinen größeren Unfällen.“

In den ländlichen Bezirken von Hamm-Rhynern ging schon vor Mitternacht nichts mehr, warnte die Polizei noch in der Nacht. Ähnliches gilt kreisweit in Unna und in großen Teilen von NRW, nicht zuletzt auch in Dortmund, wo der Verkehr immer mehr zum Erliegen kommt.

Wegen alldem rät die Polizei landesweit: „Wann immer es möglich ist: Bleiben Sie zu Hause und nutzen Sie Home-Office und sonstige Möglichkeiten, nicht am Verkehr teilzunehmen!“

Zur Erinnerung – der MÜLL wird heute in Unna nicht abgefahren (Ersatztermin ist Samstag, 13. 2.), die GWA meldet kreisweit ebenfalls: keine oder nur sehr eingeschränkte Müllentsorgung am heutigen Montag.